Weißes Haus

Flittern durch die USA, Teil 2

Die Ostküste also. Nach unserem letztenTag in L. A. und einem anschließenden Abstecher nach San Diego (inkl. Gaslamp Quarter und Zoo) sind wir nun also am Atlantik. Oder vielmehr waren, heute sitzen wir nämlich zwischen East und Hudson River, also in Manhattan, NY. Aber zurück zur Ostküste, chronologisch wie gehabt.

Weißes Haus
Das wohl bekannteste Gebäude der Welt.

Start in Baltimore, das wir aber links liegen lassen und uns gleich auf den Weg nach Washington DC machen, der Hauptstadt dieses riesigen Landes. Und dort erwartet uns neben einem Eichhörnchen, das sich in der Zimmerwand eingenistet hat, eine komplett andere Welt: Anderer Dialekt, andere Zeitzone, mehr öffentliche Verkehrsmittel einerseits. Andererseits sauberere Straßen, weniger Multikulturalität und viel mehr Fahrräder. Und öffentliche Verkehrsmittel — eine Rarität in Kalifornien (Tipp: Für Kalifornien immer, auch in Städten, ein Auto mieten!).

Wir starten mit dem Kapitol und der Bibliothek des Kongresses, der größten Bibliothek der USA. Auch in den Plenarsaal des Repräsentantenhauses dürfen wir, mit Glück. Denn eine knappe Woche später kommt es zum “Shutdown”, der unter anderem dafür sorgt, dass staatliche Besucherstätten geschlossen werden. Dann weiter der “Mall” entlang, zu Lincoln und zum Washington Monument und mit den Fahrrädern entlang des Reflecting Pools (der, um den die vielen Hippies stehen, wenn sie Forrest Gump lauschen, und durch den dann Jenny rennt, um Forrest zu umarmen und zu küssen). Später gehts zum Weißen Haus, wo die vielen Limousinen und Scharfschützen auf dem Dach auf Besuch oder zumindest die Anwesenheit des Hausherren schließen lassen.

Hier wurde einst die Unabhängigkeitserklärung unterschrieben.
Hier wurde einst die Unabhängigkeitserklärung unterschrieben.

Tags darauf touren wir durch das Smithsonian: Air and Space, Holocaust und Natural History Museum. Dazwischen ein kurzer Besuch auf der gerade stattfindenden nationalen Buchmesse und bei den Statuen von Jefferson, Roosevelt und Martin Luther King Jr. Und natürlich essen: In Chinatown genießen wir eine amerikanische Holzofen-Version typisch italienischer Pizza (klingt schräg, aber so war es). Fazit: Ausgezeichnet. Und in Georgetown, einem wohlhabenderen Viertel im ohnehin wohlhabenden Washington DC, gibt es die bekannten Georgetown Cupcakes. Perfekte Belohnung nach der erneuten Rad-Tour, unter anderem vorbei am Watergate-Bürokomplex.

Weiter nach Philadelphia (“Philly”), quasi in die Geburtsstätte der USA. Hier wurden die Bill of Rights sowie die Unabhängigkeitserklärung 1776 unterzeichnet; hier war zu dieser Zeit für einige Jahre die Hauptstadt angesiedelt (bevor Washington DC als Hauptstadt fertiggestellt war); hier war zunächst auch der Kongress sowie das Repräsentantenhaus untergebracht. Und hier gibt es das US-weit bekannt “Philly Cheese Steak”, auch in Vegetarier-Variante.

Eine lange Busfahrt später kommen wir in Boston an, der größten Stadt in Neu-England (für Geographie-Schwänzer: gaaanz rechts oben auf der Karte). Auch dort, nahe Cape Cod, wo die ersten Einwanderer aus Europa einst landeten, ist viel Geschichte zu sehen: Etwa entlang des Freedom Trails, einem rot gepflasterten Weg quer durch die Stadt, ist der historische Weg der Einwanderung bis zur Unabhängigkeit 1776 besichtigbar.

Im Vordergrund keine Wale, im Hintergrund Boston.
Im Vordergrund keine Wale, im Hintergrund Boston.

Auf der dann anstehenden Wal-Tour versuchen wir, Marios Jahreskreis zu schließen und Finnwale, immerhin die zweitgrößten Tiere der Welt, zu sehen. Klappt leider nicht (Kommt jemand demnächst nach Boston? Wir haben zwei Tickets für die Wal-Tour zu vergeben, die wir aufgrund von Nicht-Sehens in Gutschein-Form erstattet bekommen haben.). Aus Trotz mieten wir uns deshalb am nächsten Tag ein Wal-großes Auto (einen mid-size SUV — allerdings in Wahrheit aus Mangel an Alternativen) und schauen uns in Neu England um. Den bekanntesten Stopp legen wir dabei in Salem ein, einer Kleinstadt in Massachusetts, in der einst die Hexenprozesse stattfanden, nach der wohl Sabrinas Kater in der TV-Serie “Sabrina — Total Verhext” benannt wurde, und in der scheinbar die gesamte Stadt vom Hexentourismus lebt.

Schließlich Auto abgegeben, Bus betreten und auf nach New York City …

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