Literatur zu verschenken II

Bereits zum zweiten Mal gibts IT-Fachliteratur, die ich nicht mehr brauche und deshalb verschenke. Alle Bücher sind gelesen und entsprechend leicht gebraucht, aber in ausgezeichnetem Zustand. Geld nehme ich keines, alle sind zu verschenken (Über das Porto unterhalten wir uns noch …).

Hier die Liste. Wer Interesse hat, hinterlässt einen Kommentar, schreibt mir per Twitter, Facebook oder schickt eine E-Mail. Und natürlich gilt: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst.

  • Levy, Steven (2012): Google Inside. Wie Google denkt, arbeitet und unser Leben verändert. Heidelberg: mitp.
    544 Seiten, UVP: 24,95 €
    ISBN/Link: 978-3-8266-9243-7
  • Mayerhofer, Josef (2012): Apps erfolgreich verkaufen. Vermarktungsstrategien für Apps auf iPhone, iPad, Android und Co. München: Hanser.
    346 Seiten, UVP: 24,90 €
    ISBN/Link: 978-3-446-43028-0
  • Zenner, Roman & Busch, Jürgen (2012): Online-Shops mit OXID eShop. Praxiswissen für die eigene Shop-Lösung. Köln: O’Reilly.
    272 Seiten, UVP: 34,90 €
    ISBN/Link: 978-3-86899-153-6

Literatur zu verschenken

Aus Gründen habe ich hier einiges an sehr aktueller IT-Fachliteratur herumliegen, die ich aber nicht mehr brauche. Sind alle gelesen und entsprechend leicht gebraucht, aber in ausgezeichnetem Zustand. Geld nehme ich keines, alle sind zu verschenken (Über das Porto unterhalten wir uns noch …).

Hier die Liste. Wer Interesse hat, hinterlässt einen Kommentar, schreibt mir per Twitter oder schickt eine E-Mail. Und natürlich gilt: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst.

  • Bach, Mike (2011): Apps entwickeln für Android 4. Das umfassende Training. Nur DVD. Bonn: Galileo Computing.
    16 Stunden, UVP: 39,90 €
    ISBN/Link: 978-3-8362-1815-3
  • Chao, Ingo & Rudel, Corina (2011): Fortgeschrittene CSS-Techniken. Inkl. Debugging und Performance-Optimierung. Mit DVD. Bonn: Galileo Computing.
    454 Seiten, UVP: 44,90 €
    ISBN/Link: 978-3-8362-1695-1
  • Eckstein, Jutta (2011): Agile Softwareentwicklung in großen Projekten. Teams, Prozesse und Technologien – Strategien für den Wandel im Unternehmen. Heidelberg: dpunkt.verlag.
    270 Seiten, UVP: 36,90 €
    ISBN/Link: 978-3-89864-790-8
  • Hassler, Marco (2011): Web Analytics. Metriken auswerten, Besucherverhalten verstehen, Website optimieren. Heidelberg: mitp.
    608 Seiten, UVP: 29,95 €
    ISBN/Link: 978-3-8266-9122-5
  • Lobacher, Patrick (2012): Certified TYPO3 Integrator. Vorbereitung auf die Prüfung der TYPO3 Association. 2. Auflage. München: open source PRESS.
    384 Seiten, UVP: 39,90 €
    ISBN/Link: 978-3-941841-62-8
  • Reid, Jon (2011): jQuery Mobile. Plattformunabhängige mobile Anwendungen. Köln: O’Reilly.
    136 Seiten, UVP: 19,90 €
    ISBN/Link: 978-3-86899-158-1
  • Salt, Simon (2011): Social Location Marketing. Erreichen Sie Ihre Kunden mit Lokalisierungsdiensten. München: Addison-Wesley.
    320 Seiten, UVP: 24,80 €
    ISBN/Link: 978-3-8273-3108-3
  • Zenner, Roman & Busch, Jürgen (2012): Online-Shops mit OXID eShop. Praxiswissen für die eigene Shop-Lösung. Köln: O’Reilly.
    272 Seiten, UVP: 34,90 €
    ISBN/Link: 978-3-86899-153-6

Gewagte Demokratie

Christoph Chorherr ist seit 1991 Gemeinderat der Wiener Grünen.

Man könnte Christoph Chorherr ob des Zeitpunkts der Veröffentlichung seines neuen Buchs Sensationalismus vorwerfen. Denn ganz egal, ob man nach Stuttgart oder Kairo, an die Wall Street oder in die Donnerstagnacht im ORF schaut, überall verlangen Menschen nach Veränderung. Doch man kann Christoph Chorherr diesen Vorwurf nur solange machen, bis man die ersten Seiten von “Verändert! Über die Lust, Welt zu gestalten” gelesen hat. Spätestens dann wird klar, dass es ihm um mehr geht, als den bloßen Aufschrei.

Einerseits wird das bei den vorgestellten Projekten deutlich: Von der W@lz, einer Wiener Privatschule, ist da etwa die Rede. Oder von Ithuba, einem Schulprojekt in Südafrika, Nähe Johannesburg. Beides ist mit Chorherr gewachsen. Und mit beidem scheint Chorherr selbst gewachsen zu sein. So jedenfalls vermittelt es der in Wien geborene und lebende Politiker, wenn er die Projekte als “Herzensprojekte” bezeichnet und von ihnen schwärmt, als müssten andere von deren Erfolg erst noch überzeugt werden. Das kommt an. Mit jeder Seite wächst das Dilemma beim Leser, einerseits aktiv werden zu wollen, andererseits das Buch dafür nicht aus der Hand legen zu wollen.

Man könnte Christoph Chorherr auch vorhalten, dass er durch familiäre Umstände gewisse Vorteile gegenüber dem durchschnittlichen Leser hat, die ihm das ein oder andere Projekt erleichterten, ja überhaupt erst ermöglichten. Doch man kann ihm das nur solange vorhalten, bis er selbst im Buch darauf zu sprechen kommt. Denn spätestens dann wird klar, dass er sich dieses Vorteils bewusst ist und diesen auch nützt(e); doch es scheint, dass er damit auch höhere Anforderungen an sich selbst stellte. Frei nach dem Motto: Wer mehr Möglichkeiten hat, sollte diese auch entsprechend stärker nutzen.

Folgerichtig sind die weiteren Schwerpunkte des Buchs auch große Ziele: Der Umstieg auf 100 % erneuerbare Energie etwa, die Auto-freie Stadt, oder die Erneuerung der österreichischen Demokratie. Für alle Themen hat Chorherr jeweils Negativ-Beispiele wie auch Lösungsvorschläge parat. So soll die Politik transparenter werden und den Regierungschef würde Chorherr nach US-Vorbild gerne direkt wählen. Überhaupt wünscht er sich mehr direkte Demokratie und damit auch mehr Vertrauen in die Bürger.

“Ja, Demokratie ist ein Wagnis. Man muss sich trauen, Entscheidungen den Menschen zu übergeben.”
(Chorherr, 2011, S. 84)

Allen Beispielen und Vorschlägen zum Trotz hat man während der gesamten Lektüre dennoch nie das Gefühl, dass die Themen bis ins Detail behandelt werden. Das mag oder mag nicht die Absicht des Autors gewesen sein, dem Lesefluss schadet es jedenfalls nicht. Im Gegenteil: Bevor einzelne Kapitel zur reinen Überzeugungsarbeit verkommen, überlässt der Autor die Bewertung darüber lieber dem Leser.

Andererseits ist gerade diese Kürze vielleicht das Einzige, was man Christoph Chorherr nach der Lektüre wirklich vorwerfen kann. Denn so sehr das Buch den Eindruck erweckt, und kein Kapitel macht dies deutlicher als Chorherrs fast 30-seitige Ode an das Fahrrad, dass der Autor nach wie vor aus und für persönliche Überzeugungen kämpft; so sehr hat man das Gefühl, dass der Autor durchaus mehr zu erzählen hätte. Immerhin ist Chorherr, das verrät das Vorwort, “[…] bald 30 Jahre politisch tätig […]”.

Ein Rückblick ist das Buch dennoch nicht. Wäre auch schade. Schließlich sind es gerade solche Politiker, die einen hoffnungsvoll stimmen. Und es sind gerade solche Bücher, die motivieren, auch selbst mehr Demokratie zu wagen. Und mehr Fahrrad zu fahren.

  • Chorherr, Christoph (2011). Verändert! Über die Lust, Welt zu gestalten. Wien: Kremayr & Scheriau.